Da ich ein großer Fan von Rubriken bin, gibt es in meinem Blog etwas Neues. Ich habe mir überlegt: Journalisten treffen viele interessante Menschen, die einiges zu sagen haben – warum ihnen nach dem Termin nicht ein paar Fragen stellen und sie so in aller Kürze vorstellen? Die fünf Fragen werden immer dieselben sein, die Antworten sind hoffentlich spontan und ganz unterschiedlich. Zu dem Kurzinterview stelle ich jeweils ein Foto und ein paar Infos zur Vita meiner Gesprächspartner.
Und da der Start der neuen Rubrik prima terminiert ist, geht es im nächsten Eintrag mit einem bekannten Interviewpartner los.
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Habe in den letzten Wochen einen beunruhigenden Trend beobachtet, der da wäre: Offizielle Empfänge und Veranstaltungen in Zelten abhalten. Mit Presse natürlich, die ist herzlich zur ausführlichen Berichterstattung eingeladen.
Was zunächst nicht weiter dramatisch klingt, ist in der Praxis äußert unschön. Zum Beispiel, wenn man – wie ich neulich – bei 10 Grad Außentemperatur (kommt schon mal vor, wir haben Ende September…) eineinhalb Stunden in einem zugigen Zelt sitzt, um fleißig Vorträge, Grußwörter und Glückwünsche zu notieren. Nach einer halben Stunde fingen die ersten an, ihre Taschentücher zu zücken, und die Laudatoren hatten rote Nasen und wurden immer öfter durch katarrhartigen Husten der Gäste unterbrochen.
Da fragt man sich doch: Wie kommen die Veranstalter auf so eine Idee? Fehlt der Blick auf den Kalender? War morgens vor dem Termin grad` kein Außenthermometer zur Hand?
Merke: Auf so was stehen norddeutsche Presseleute nicht – im Gegensatz zu den Kollegen der Northwest Florida Daily News oder des Mallorca Magazins befinden wir uns mental bereits im Herbst.
”Anguck-Tipp“: Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven.
Mehr als sieben Millionen Menschen sind zwischen 1830 und 1974 von Bremerhaven aus in die neue Welt aufgebrochen – und das Auswandererhaus widmet sich ihren Lebenswegen. Das Schöne: Während man früher in Museen blöd vor gigantischen Schautafeln herumstand und mit zusammengekniffenen Augen die Informationsflut bewältigen musste, kann man hier selbst aktiv werden und die Geschichte praktisch entdecken.

Die Eintrittskarte ist gleichzeitig ein Boardingpass, und man macht sich auf die Reise durch die verschiedenen Stationen der Auswanderer. Eine nette Idee ist die Tatsache, dass auf die Pässe jeweils der Name einer realen Person gedruckt wurde – so kann man die Stationen „seines“ Auswanderers im Laufe des Rundgangs nachvollziehen.
Von der nachgebauten Kaje geht’s zu einem rekonstruierten Zwischendeck eines Segelschiffes, auf Ellis Island angekommen, wird man in die Ankunftshalle geschleust. Hier kann man unter anderem mit einem Fragebogen testen, ob man selbst 1907 in die USA hätte einreisen dürfen.
Für diejenigen, die mal in der Nähe sind: Unbedingt hingehen!