Gestern Nachmittag hatte ich einen netten Interviewtermin. Das ist an sich ja nichts ungewöhnliches, neu war allerdings die Tatsache, dass ich dieses Mal auf der anderen Seite saß: Eine Zeitung möchte demnächst ein kleines Porträt über mich und die „Mörderischen MarschMenschen“ veröffentlichen, was ich natürlich sehr schön finde. Also habe ich fleißig Fragen beantwortet, hoffentlich (halbwegs) originelle Geschichten erzählt und freundlich in die Kamera gelächelt.
Für meinen Schnupfen war der Termin allerdings suboptimal: Beim kleinen improvisierten Fotoshooting im Wintergarten mit Blick auf den Wendehafen (Motiv: Mörderische Nachwuchsautorin guckt auf einen Tatort) war’s reichlich frisch, und mein Arm (den ich beiläufig auf dem Geländer abstützen sollte) hat bei der Aktion etwas Schnee abbekommen.
Den nächsten Termin mach‘ ich im Frühling!
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Das Buch ist noch nicht erschienen, aber einen Termin für die erste Veranstaltung gibt es schon: Am Donnerstag, 2. April, lese ich ab 19.30 Uhr in der Buchhandlung Gollenstede (Tickets gibt’s ab März unter 04401/ 930-283) aus den „Mörderischen MarschMenschen“. Wer also wissen möchte, warum in einem Feldhauser Schafstall Besucher das Zeitliche segnen, wie man einen nervigen Ehepartner elegant los wird und was es mit der Info „Jola muss sterben“ auf sich hat, sollte unbedingt vorbeischauen. Zu den Geschichten gibt’s mörderisch leckere Pistolenkekse und nette Gespräche. Wir freuen uns auf viele Gäste!
Neulich erhielt ich einen netten Brief. Er habe – so der Verfasser – meine MarschMenschen sehr gerne gelesen (freut mich), sei jedoch bei der Geschichte „Petersens Appoinments“ stutzig geworden (das ist schlecht…). Dort tuckere nämlich ein roter Deutz durch die Gegend. Aber – so mein aufmerksamer Leser – Fabrikate dieses Herstellers seien immer grün, nie rot!
Tja, was soll ich sagen? Ich fürchte, ich habe die Farbe des Treckers nach streng optischen Gesichtspunkten ausgewählt. Nach dem Motto: In der Geschichte ist es gerade November, also grau und nebelig, da passt so ein roter Farbklecks doch ganz gut. Aber – das ergaben nachträgliche Recherchen – so ein Ansatz ist Blödsinn, denn in der Tat sind Deutz-Traktoren grün. Genauso übrigens wie die Fahrzeuge der Mitbewerber Hanomag und John Deere (tjahaa, ich kenn mich da jetzt aus…).
Ich könnte natürlich auch sagen, dass es sich bei meinem Bauern um einen Revoluzzer handelt, der mit seinem eigenhändig rot angestrichenen Traktor ein Zeichen setzen wollte gegen die optische Gleichschaltung der vielseitigen landwirtschaftlichen Betriebe. Aber das stimmt nicht so wirklich, und ich müsste ein bisschen rot werden, wenn ich diese Geschichte erzählte. Also: In künftigen Storys werden Trecker ab sofort natürlich rot ähhh – grün sein!