… habe ich mir ein Bahn-Ticket für den nächsten Trip nach Berlin gekauft. Und während ich mir sehr progressiv vorkam und mein erstes Online-Schnäppchen ganz beiläufig Freunden gegenüber erwähnte, schlug mir blankes Unverständnis meiner Gesprächspartner entgegen. Frei nach dem Motto: Was? Du hast noch NIE bei ebay gekauft? Wie geht DAS denn? Ich hätte wahrscheinlich genauso gut erzählen können, dass ich gerade von einem grünen Wählscheiben-Telefon zur schnurlosen Tastenvariante gewechselt habe, die Reaktion wäre wohl die gleiche gewesen.
However: Ich gehe lieber selbst auf Flohmärkte als virtuell einzukaufen (besonders der Oldenburger Nachtflohmarkt ist sehr gemütlich), habe bis vor kurzen noch brav meine Überweisungen zum Schalter getragen (ein Plausch mit den Bankmenschen ist doch auch ganz nett) und drucke mir machmal sogar noch digitale Fotos aus (Skandal!), um sie in ein altmodisches Ringbuch einzukleben. Ich finde, so eine gewisse „Retro“-Portion sollte man sich ab und zu mal gönnen.
Ist hierzulande noch recht exotisch, in Asien jedoch weit verbreitet: das Mobile Book (das meinen zumindest unter anderem die Trendforscher bei C Scout).
Und weil eine neue Form der Veröffentlichung spannend ist, mach‘ ich da natürlich mit: Vier Geschichten aus den MarschMenschen sind jetzt im Wiener Verlag Blackbetty als Mobile Book erschienen. Das schöne Cover von Raymon E. Müller wurde dafür mit seiner freundlichen Genehmigung leicht verändert und sieht so aus:

Und wie kommen die Geschichten nun aufs Handy? Das ist gaaanz einfach (und selbst für Nicht-Technikfreaks wie mich machbar, und zwar zack-zack).
Einfach mal gucken.
Hmmmm, habe ich hier durch Zufall den viel diskutierten topmodernen und noch hoch geheimen neuen Mini-Audi entdeckt, der 2010 in Serie vom Band läuft? Oder handelt es sich beim Besitzer vielleicht um einen kleinen Scherzkeks?

(gesehen in La Trinité sur Mer, Bretagne)